Die Natur braucht Freunde – Naturfreunde

Neugründung des Touristenvereins – eine alte Arbeitertradition wird lebendig

"Wir wollen den einfachen Menschen aus der enge der Arbeitsstätte und auch der Kneipe mit geistlosen Würfel- und Kartenspielen herausführen. Licht, Luft und Sonne sind bessere Lebensgeister...", heißt es in einer der ersten Schriften, die von den Naturfreunden herausgegeben wurden. Sie trafen damit den Geist der Zeit.

Allein in Deutschland gab es 1920 mehr als 100.000 eingeschriebene Mitglieder. Zu ihnen gehörten auch die Freunde der Ortsgruppe Görlitz, die etwa um diese Zeit entstand. Exakte angaben fehlen uns leider. Doch wir stehen auch erst am Anfang der Aufarbeitung dieses interessanten Stückes Görlitzer Arbeitergeschichte. Einige Mitglieder von einst leben noch und können eine Menge erzählen: Frieda und Walter Heidrich beispielsweise, die sich bereits 1924 den Naturfreunden anschlossen, Walter Krause, Max Klemt, Otto Raphelt, Inge Leda, deren Vater Willy Koltermann einige Jahre Vorsitzender war, Horst Zöllner, Gerhard Kaiser oder Curt Clemenz.

Mit der "Wende", so scheint es, wurden viele Traditionen über Bord geworfen. Wir aber wollen ein Stück Geschichte wieder lebendig machen, wir wollen:

  • Die Weiterführung der bewährten Traditionen der Naturfreunde und Heimatfreunde;
  • Die Verwirklichung eines sozial verantwortlichen und umweltverträglichen Tourismus zur Erhaltung des Erholungswertes der Landschaft;
  • Eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit von eigenen Publikationen bis hin zu öffentlichen Vorträgen;
  • Den Ausbau internationaler Beziehungen mit dem Ziel der Mitgliedschaft in der "Naturfreunde- Internationale".

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